Ferienjob: Schüler zahlen oft zu viel Lohnsteuer

Datum: 12.07.2018

Schüler, die nur in den Ferien und damit nicht das gesamte Jahr für einen Arbeitgeber tätig sind, zahlen regelmäßig zu viel Lohnsteuer. Darauf weist das Brandenburgische Finanzministerium hin. Das Gleiche gelte oft für Studierende, die beispielsweise nur in den Semesterferien arbeiten.

Der Grund für die zu viel gezahlte Lohnsteuer sei, dass bei der monatlichen Lohnsteuerberechnung stets, also auch bei Schülern und Studenten, unterstellt werde, dass im gesamten Kalenderjahr ein gleich hohes Einkommen erzielt wird. Da dies bei einem Ferienjob nicht der Fall sei, führe der vom Arbeitgeber durchgeführte Lohnsteuerabzug für einen Monat – auf das Kalenderjahr bezogen – zu einem zu hohen Abzug.

Dies hat das Finanzministerium Brandenburg zum Anlass genommen, Informationen rund um die Besteuerung von Ferienjobs auf einer Serviceseite zu veröffentlichen. Diese ist unter dem Stichwort «Steuerinformationen» auf der Webseite des Ministeriums unter «https://mdf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.370740.de» zu finden.

Oft erhielten Schüler oder Studenten sogar die gesamte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück, betont das Finanzministerium. Das sei bei der Steuerklasse I im Jahr 2018 zum Beispiel dann der Fall, wenn der Jahresbruttolohn nicht höher als circa 10.030 Euro sei und keine anderen Einkünfte erzielt würden. Auf der Serviceseite werde auch erläutert, dass Schüler oder Studierende, die neben dem Arbeitslohn keine weiteren Einkünfte hatten, den Vordruck «Vereinfachte Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer» nutzen können.

Darüber hinaus empfiehlt Brandenburgs Finanzministerium, die Steuererklärung elektronisch abzugeben. Die elektronische Abgabe biete für alle Beteiligten Vorteile: Das Finanzamt müsse die Daten nicht mehr eingeben. Für die Bürger ermögliche Elster einen bequemen und bei Authentifizierung im Internet auch papierlosen Zugang zum Finanzamt, ganz ohne Ausdruck, Formulare und Postversand. Außerdem überprüfe Elster die Steuererklärung auf Plausibilität und berechne die voraussichtlich entstehende Steuer.

Finanzministerium Brandenburg, PM vom 04.07.2018