Biersteuer: Thüringen verzeichnet leichtes Einnahmeplus

Datum: 12.07.2018

Die Einnahmen des Freistaates aus der Biersteuer betrugen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 rund 8,67 Millionen Euro. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten ist das nach Angaben des Finanzministeriums Thüringen ein leichtes Plus von circa 140.000 Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien es nur 8,53 Millionen Euro gewesen.

Thüringens Brauereien hätten nach den Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 24.000 Hektoliter mehr Bier abgesetzt als im gleichen Zeitraum 2017, so das Ministerium. Einen leichten Rückgang habe es jedoch bei Biermischungen mit alkoholfreien Getränken gegeben.

Bei der Biersteuer zeichne sich insgesamt ein rückläufiger Trend ab, nicht nur im Freistaat, sondern auch in anderen Bundesländern. Im Jahr 2010 habe der Freistaat Thüringen noch 27,8 Millionen Euro Einnahmen aus der Biersteuer verbucht, 2017 seien es nur noch 22,4 Millionen Euro gewesen. «Der Abwärtstrend liegt im Wesentlichen an der zunehmenden Zahl alkoholischer Konkurrenzprodukte und dem steigenden Marktanteil alkoholfreier Biere», erläutert Finanzministerin Heike Taubert (SPD). Alkoholfreies Bier unterliegt nicht der Biersteuer.

Die Biersteuer gehört zu den Verbrauchsteuern. Sie ist bundesgesetzlich geregelt und wird vom Zoll erhoben, ihr Aufkommen steht aber allein den Bundesländern zu. Die Steuer entsteht, wenn das Bier vom Herstellungsbetrieb (Brauerei) in den freien wirtschaftlichen Verkehr oder in einen anderen Herstellungsbetrieb überführt wird. Die Steuer wird beim Hersteller erhoben, auch wenn sie letztlich auf den Verbraucher umgelegt wird. In Deutschland fallen durchschnittlich 4,75 Cent Biersteuer pro Flasche Bier (0,5 l) an, für einen Kasten Bier beträgt die Biersteuer damit 0,94 Euro.

Finanzministerium Thüringen, PM vom 18.06.2018