Anlage EÜR: Kein bürokratischer Mehraufwand für das Ehrenamt

Datum: 10.07.2018

Mit der Modernisierung des Besteuerungsverfahrens können Steuerbürger und Verwaltung die Vorteile moderner Technik für die Steuererklärung und Veranlagung nutzen. Darauf weist Roland Jüptner, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Steuern (BayLfSt), hin.

Damit verbunden sei ein gewisses Maß an Standardisierung, um die Prozesse für alle Beteiligten optimal gestalten zu können. So übermittelten Steuerbürger, die Gewinneinkünfte erzielen ohne buchführungspflichtig zu sein, dem Finanzamt ihre Einnahmen- Überschussrechnung (EÜR) mit der von der Verwaltung bereitgestellten Anlage EÜR.

Für ehrenamtlich tätige Bürger gebe es jedoch eine Vereinfachung, betont das BAyLfSt: Liegen die Einnahmen innerhalb der jeweiligen Steuerfreibeträge – das heißt der Übungsleiterpauschale von 2.400 Euro oder dem Ehrenamtsfreibetrag von 720 Euro – bestehe keine Verpflichtung, eine Anlage EÜR an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Eine Erleichterung gelte auch für die gemeinnützigen Einrichtungen selbst: der einheitliche wirtschaftliche Geschäftsbetriebe einer gemeinnützigen Körperschaft unterliege nicht der Übermittlungspflicht, wenn seine Bruttoeinnahmen die Besteuerungsgrenze von 35.000 Euro nicht übersteigen.

Bayerisches Landesamt für Steuern, PM vom 06.07.2018