Rentenerhöhung: 48.000 Rentner neu steuerlich belastet

Datum: 15.05.2019

Infolge der Anpassung der Rentenwerte zum 01.07.2019 werden voraussichtlich rund 48.000 Steuerpflichtige mit Rentenbezug zusätzlich einkommensteuerlich belastet. Davon geht die Bundesregierung in ihrer Antwort (BT-Drs. 19/9506) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (BT-Drs. 19/8909) aus.

Nach den Schätzungen der Regierung soll der durchschnittliche Steueranteil der Renten im Jahr 2019 rund 67,4 Prozent betragen. Wie die Regierung weiter erläutert, hängen sowohl die Frage der Steuerbelastung eines Rentenbeziehers als auch die Frage der Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung nicht allein davon ab, ob der steuerpflichtige Teil der Rente den Grundfreibetrag übersteigt. Für die Ermittlung der Höhe des Gesamtbetrags der Einkünfte als ausschlaggebendes Kriterium für die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung seien neben dem steuerpflichtigen Teil der Rentenbezüge auch weitere steuerlich relevante Sachverhalte zu berücksichtigen. Die Regierung nennt in diesem Zusammenhang Werbungskosten und Einkünfte aus anderen Einkunftsarten.

Außerdem wird mitgeteilt, dass der durchschnittliche monatliche Zahlbetrag für Renten aus eigener Versicherung Ende 2017 866 Euro betragen hat. In den alten Bundesländern seien es 828 Euro gewesen, in den neuen Bundesländern 1.117 Euro. Beim durchschnittlichen monatlichen Zahlbetrag handele es sich um einen um den Eigenanteil des Rentenbeziehers zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung geminderten Rentenbetrag.

Deutscher Bundestag, PM vom 13.05.2019