Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland: Steuerzahlerbund fordert Entlastungen der Bürger

Datum: 07.12.2018

Die Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland ist im Vergleich der Industriestaaten überproportional hoch. Der Bund der Steuerzahler e.V. (BdSt)  fordert deshalb die Große Koalition auf, für spürbare Entlastungen zu sorgen. Im Jahr 2019 müsse die Komplettabschaffung des Solidaritätszuschlags beschlossen werden. Die anstehende Grundsteuerreform dürfe nicht zu Mehrbelastungen führen. Deshalb plädiere der Bund der Steuerzahler für das Flächenmodell statt für eine wertbasierte Grundsteuer. Außerdem erforderlich sei eine durchgreifende Einkommensteuerreform, die insbesondere die Mittelschicht entlastet.

Zur Untermauerung seiner Forderungen verweist der BdSt auf die aktuellen «Revenue-Statistics» der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Danach betrug die Steuer- und Abgabenquote im Jahr 2017 rund 37,5 Prozent. Dies sei das Verhältnis aller staatlichen Einnahmen aus Steuern und Abgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die OECD verwende das BIP als Bezugsgröße der Quote, um damit eine internationale Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Bezugsgröße der vom BdSt regelmäßig veröffentlichten Volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote sei nicht das BIP, sondern das kleinere Volkseinkommen, in dem unter anderem die Abschreibungen der Volkswirtschaften nicht berücksichtigt sind. Daher sei die Volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote systematisch höher als die OECD-Quote.

Bund der Steuerzahler e.V., PM vom 06.12.2018