Steuerkanzlei Börsch

 

Jörg Börsch              

Dipl. Betriebswirt - Steuerberater

Lexikon Steuer


Vermögensverwaltung

Eine Vermögensverwaltung liegt in der Regel vor, wenn Vermögen genutzt, zum Beispiel Kapitalvermögen verzinslich angelegt, oder unbewegliches Vermögen vermietet oder verpachtet wird. Bei Vermögensverwaltung werden Einnahmen nur aus einer Vermögenssubstanz erzielt. Zu den Einnahmen aus Vermögensverwaltung gehören: Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden) aus Spareinlagen, Wertpapieren sowie Beteiligungen, Einahmen aus Vermietung und Verpachtung, Einnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken. Bei Vermögensverwaltung liegt keine gewerbliche Tätigkeit vor. Daher unterliegen Einnahmen nicht der Gewerbesteuer.

Werden Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung erzielt, wird bei Überschreitung der Drei-Objekt-Grenze, bei Vermietung von Ausstellungsräumen und Messeständen, bei ständig wechselnden, kurzfristigen Vermietungen und bei der Vermietung an Gaststätten eine gewerbliche Tätigkeit angenommen. Auch bei der Vermietung von Ferienwohnungen kann ein Gewerbebetrieb vorliegen.

Bei einem gemeinnützigen Verein sind die steuerfreien Einnahmen aus Vermögensverwaltung von den steuerpflichtigen Einnahmen aus einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb abzugrenzen. Einnahmen die der Vermögensverwaltung zuzuordnenn sind, unterliegen nicht der Besteuerung. Ausnahme: Es wird eine Umsatzsteuer von 7 % erhoben.

Gesetze und Urteile (Quellen)

R 15.7 Abs. 1EStR