Dieter Bukowski
Steuerberatung

Tipps Steuer

Steuerrecht: Werden in der Zentrale Gefahrenmeldungen bearbeitet, ist das nicht «zu Hause»

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat die Hoffnung eines Betreibers von Alarmüberwachungsleistungen, für seine Mieter die durch die ausgelagerte Maßnahme entstandenen Kosten als "Haushaltsnahe Dienstleistungen" anerkannt zu bekommen, was eine (bis zu) 20prozentige Steuerersparnis für die Mieter bedeutet hätte. Begründung des Gerichts: Die Leistung wird nicht "im Haushalt" der Mieter erbracht, sondern am Ort des Sicherheitsunternehmens. (FG Berlin-Brandenburg, 7 K 7128/17) – vom 13.09.2017

Tipps Recht

Mietminderung: Wusste Vermieter von Bauabsichten, kann es ihm noch nach 4 Jahren übel aufstoßen

Ist einem Vermieter bekannt, dass in absehbarer Zeit in unmittelbarer Nähe seines Anwesens mehrere Neubauten entstehen werden, informiert er darüber einen neuen Mieter nicht, so kann das zu gegebener Zeit eine Mietminderung zur Folge haben. So entschieden vom Landgericht Berlin, der eine 15prozentige Mietminderung (statt geforderter 30 %) akzeptierte, weil in der Nachbarschaft vier Jahre nach Einzug in die Wohnung mehr als 200 Wohnungen gebaut wurden, was sich über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten erstreckte. (LG Berlin, 18 S 211/16) – vom 07.06.2017