Dieter Bukowski
Steuerberatung

Niedersächsisches FG: Geschäftszahlen 2017

Datum: 13.02.2018

Das Niedersächsische Finanzgericht hat die Geschäftszahlen für das Kalenderjahr 2017 vorgelegt.

Die Anzahl der beim Finanzgericht eingegangenen Verfahren hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig von 4.775 auf 4.738 Verfahren (Klagen, Verfahren zur Gewährung von vorläufigem Rechtsschutz und Kostensachen) vermindert. Auch die Zahl der Erledigungen ist im Vergleich zu 2016 fast unverändert geblieben.

Die durchschnittliche Dauer der durch Urteil oder Gerichtsbescheid erledigten Verfahren, in denen eine Sachentscheidung ergangen ist, ist gegenüber dem Vorjahr um einen Monat, auf 14,8 Monate angestiegen. „Diese Verfahren sind in den vergangenen Jahren in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht immer umfangreicher und schwieriger geworden. Damit geht dann eine etwas längere Laufzeit dieser Verfahren einher", sagt Hartmut Pust, der Präsident des Niedersächsischen Finanzgerichts. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, warum die Anzahl der unerledigten Verfahren, die zum 31.12.2017 zwei Jahre und älter sind, um 17 Verfahren angestiegen ist. Hervorzuheben ist allerdings, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer mit 9,5 Monaten etwa auf dem sehr erfreulichen Niveau des Vorjahres liegt.

Die durchschnittliche Erledigung der durch die Richterinnen und Richter des Niedersächsischen Finanzgerichts erledigten Verfahren ging 2017 geringfügig auf 109,3 Verfahren (2016: 113,8 Verfahren) zurück.

Niedersächsisches Finanzgericht, Presseinformation vom 7.2.2018