Aufwendungen für Erlernen der deutschen Sprache: Keine vorweggenommenen Werbungskosten

Datum: 12.01.2018

Aufwendungen für das Erlernen der deutschen Sprache sind auch dann nicht als vorweggenommene Werbungkosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit abziehbar, wenn die Deutschkenntnisse für einen ausländischen Staatsbürger notwendig waren, um sich erfolgreich um einen Arbeitsplatz zu bewerben. Das Finanzgericht (FG) Hamburg stellt in diesem Zusammenhang klar, dass die Aufwendungen dem Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz unterliegen, weil sie in bedeutendem Umfang privat mitveranlasst sind und es an einem objektiven Maßstab für eine Aufteilung der Kosten nach der privaten und beruflichen Veranlassung fehlt.

Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 16.08.2017, 2 K 129/16, rechtskräftig