STEUERBERATERKANZLEI
Keller & Püschel

Tipps Steuer

Geldwerter Vorteil: Die Kosten für eine Garage können nicht abgezogen werden

Stellt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Dienstwagen zur Verfügung, den er auch privat nutzen darf und den er nach der so genannten 1-Prozent-Methode versteuert (1 Prozent des Bruttolisten-Neuwagenpreises wird als geldwerter Vorteil auf das steuerpflichtige Einkommen aufgeschlagen), so kann der Beschäftigte die Kosten einer Garage nicht von diesem Aufschlag abziehen. Das gelte auch dann, so das Finanzgericht Münster, wenn der Arbeitgeber bestätigt hat, dass die beiden mündlich verabredet hätten, den Pkw nachts in einer Garage abstellen zu müssen. Für die Inbetriebnahme des Autos sei die Unterbringung aber belanglos. Und nur Aufwendungen dafür (wie zum Beispiel Leasingraten) könnten abzugsfähig sein. (FG Münster, 10 K 2990/17)

Tipps Recht

Verbraucherrecht: Leichtes Matratzen-Schwingen ist auch bei körperlicher Belastung normal

Behauptet ein Ehepaar, dass sie entweder aus dem Bett herausfallen oder in der Ritze zwischen den zwei Matratzen landen, so kann das Paar ein gekauftes Doppel-Boxspring-Bett nicht an den Händler zurückgeben. Das Landgericht Düsseldorf hat deutlich gemacht, das Käufer eines solchen Bettes mit zwei getrennten Matratzen das Verrutschen dieser in Kauf nehmen würden. Sie können dann nicht wegen eines Mangels das Geld zurückverlangen, wenn ein Gutachter lediglich feststellt, dass die beiden Matratzen nur leicht schwingen - auch bei „teils heftigen Bewegungen“. Es liege auf der Hand, so das Gericht, dass „eine Matratze in einem Bettkasten besser gegen Verrutschen gesichert ist“. Aber wer sich ein Boxspringbett aussuche, der müsse wegen der dort fehlenden Seitenwände halt mit Verschiebungen rechnen und könne hinterher nicht behaupten, das Wunsch-Bett sei wegen seiner Konstruktion „mangelhaft“. (LG Düsseldorf, 19 S 105/17)