STEUERBERATERKANZLEI
Keller & Püschel

Tipps Steuer

Steuerrecht: Ein auf zehn Jahre angelegtes «Mietverhältnis» mit den Eltern zählt nicht

Grundsätzlich werden die Einkünfte und Verluste aus Vermietung und Verpachtung steuerrechtlich nur dann anerkannt, wenn ein Grundstück oder Gebäude gegen Zahlung einer Miete vermietet und auch beabsichtigt wird, das auf Dauer zu tun (= Überschusserzielungsabsicht). Hat ein Mann mit seinen Eltern ein lebenslanges Wohnrecht an einer Wohnung eingeräumt, müssen die aber nur zehn Jahre lang monatlich 500 Euro zahlen, und kann dieses Wohnrecht danach unentgeltlich ausgeübt werden, so liegt ein steuerrechtlich relevantes Mietverhältnis nicht vor. Es handelt sich lediglich um eine befristete Vermietung. Ein nach dem Tod der Eltern vorgesehenes herkömmliches Mietverhältnis ist dann separat zu bewerten. (BFH, IX R 8/17)– vom 29.05.2019

Tipps Recht

Unfallversicherung: Wer freiwillig beim Anlanden hilft, ist nicht unfallversichert

Leistet ein Teilnehmer einer Floßfahrt Hilfe beim Anlanden der Flöße und verletzt er sich dabei am Sprunggelenk, so ist er nicht "wie ein Arbeitnehmer" gesetzlich unfallversichert. Es war nicht ersichtlich, dass "die von dem Teilnehmer der Floßfahrt geleistete Hilfe beim Anlegen dem erklärten oder mutmaßlichen Willen des Flößereiunternehmers entsprach". (Thüringer LSG, L 1 U 1261/17) – vom 22.08.2019