STEUERBERATERKANZLEI
Keller & Püschel

Bedeutung der Grundsteuereinnahmen für Gemeindefinanzen: Statistisches Bundesamt gibt Auskunft

Datum: 23.01.2018

Aus Anlass der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer am 16.10.2018 hat sich das Statistische Bundesamt (Destatis) mit der Frage befasst, welche Folgen die Abschaffung der Grundsteuern für kreisfreie Städte und kreisangehörige Gemeinden hätte.

Dabei betont das Amt, dass die Grundsteuer eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen ist. Die Einnahmen daraus hätten sich im Jahr 2016 auf 12,2 Milliarden Euro belaufen (vierteljährliche Kassenstatistik). Das seien 6,6 Prozent der Gesamteinnahmen gewesen. Als Differenz der Einnahmen und der Ausgaben habe sich im Jahr 2016 ein Überschuss von rund drei Milliarden Euro ergeben. Wird der Überschuss durch die Ausgaben dividiert, zeige sich, dass die Einnahmen der kreisfreien Städte und kreisangehörigen Gemeinden im Jahr 2016 die Ausgaben um nur 1,6 Prozent überstiegen. Ohne die Grundsteuereinnahmen wären also 5,1 Prozent der Ausgaben nicht durch Einnahmen gedeckt gewesen, so Destatis. Die damit verbundenen kommunalen Leistungen müssten eingespart oder aus anderen Quellen finanziert werden.

Welche Auswirkungen die Abschaffung der Grundsteuern auf die einzelnen Gemeinden in Deutschland hätte, zeigen die Karten der amtlichen Statistik, die das Statistische Bundesamt als pdf-Datei auf seinen Seiten (www.destatis.de) veröffentlicht hat.

Statistisches Bundesamt, PM vom Januar 2018